TSV Lesumstotel - Newsartikel drucken


Autor: Olaf Knief
Datum: 01.06.2018


Ü40 siegte mit 2:1 und könnte im letzten Spiel im Derby die Meisterschaft holen

SG Worpswede/Neu St. Jürgen 2   -   TSV Lesumstotel        1:2   (0:1)

 

 

Weiter ging es heute im knappen und heißen Rennen um die Meisterschaft und wir sind als glorreicher TSV weiterhin noch mitten drin. Nach dem letzten Spiel, der schlechten Leistung und letztlich der schlimmen Niederlage wurde natürlich nach Ursachen geforscht. Ursache wurde gefunden und im Seminar konnten wir schnell lernen wie man nicht weiter aus einem Chaos agiert, sondern Führung lernt:

 

https://www.youtube.com/watch?v=CmWZhY9LxZA

 

Wir waren also unterhopft, dies soll nun mit dem im o.g. Link genannten Armband „Miri“ verhindert werden und heute hatten wir auch gleich eine Kiste Bier dabei. Der beste Motor läuft halt nicht ohne Benzin im Tank. Übrigens hier noch ein Warnhinweis bei den heißen Temperaturen, eine Geschichte, die zuletzt durch die Medien ging:

 

http://www.der-postillon.com/2018/05/bier-hitze.html

 

Lasst also bitte keine Kiste Bier bei den Temperaturen im Auto. Erst heute habe ich wieder eine Flasche befreit und getrunken, es geht ihr also gut, keine Sorge – und mir auch!

 

Wir brauchten heute viel Energie. Heute war ein Sieg Pflicht und wir hatten auch wieder einen top Kader, auch wenn doch auch wichtige Spieler fehlten. Mit der heutigen Aufstellung gingen wir die schwierige Aufgabe gegen eine Spielgemeinschaft aus zwei Dörfern an:

 

Torwart:                                   Guido

 

Verteidigung:                           Michael W., James, Thomas H., Ralf G.

 

Mittelfeld:                                Olafinho, Sven, Boris, Olli

 

Sturm:                                     Volker, Thorben

 

Ergänzung:                              Uwe, Frank R., Martin

 

Alle Spieler kamen wie ja eigentlich immer zum Einsatz und zeigten heute deutlich bessere Leistungen als noch letzte Woche.

 

Auch wenn das Fitnesstraining in der Vorbereitung wieder nicht rund lief. Von Mobbing war die Rede, folgender Dialog:

 

Spieler, weinend:                      „So lass ich mich nicht mehr von dir behandeln!

                                               Du tust mir weh und es tut dir nicht mal leid!“

 

Coach und Fitnesstrainer:         „Es war ein Sit-Up. Einer.“

 

Ja, es ist halt Seniorenfußball, hier soll ja auch der Spaß im Vordergrund stehen und das tut er auch. Nach der letzten Woche konnte der Coach auf die Frage „sag doch mal was Aufbauendes!“ nur mit „Lego“ antworten. Aber mal sehen wie es diese Woche aussieht?

 

Letztlich haben wir alles Spieler die noch über eine schnellere Reaktionsfähigkeit als die Jugend von heute verfügen, schließlich mussten wir noch Songs aus dem Radio aufnehmen. Wir mussten diese und andere Fähigkeiten nur auf den Platz bringen.

 

Die ersten 10-20 Minuten gelang das perfekt. Wir starteten ein saugutes Spiel. Olafinho machte das Spiel auf der rechten Seite äußerst breit, stand fast immer auf der Außenlinie und sorgte für Platz, damit James Raum für seine gefährlichen Vorstöße aus der Abwehr hatte. Ab und an „ging“ Olafinho wiederum in die Mitte und sorgte so für Platz über die Außen und diesen nutzte dann Michael Wehling für überraschende und sehr effektive Vorstöße, der eh ein super Debüt als Außenverteidiger zeigte. Volker und Thorben boten sich optimal als Stürmer an und zeigten Wege. Sven und Boris steuerten das Spiel in der Mitte und Olli und Ralf zeigten es auf der anderen Außenbahn. Wir machten das Spiel extrem breit und das war gut so und hat es für alle erleichtert. Die Abwehr hatte so auch mehr Platz für den Spielaufbau. Alles lief wirklich super. Die logische Folge war ein schnelles 1:0, Boris setzte sich über Außen durch und Volker stand da wo ein Stürmer erst mal stehen muss und schloss erfolgreich ab. Also die erste halbe Stunde zeigten wir schon was wir drauf haben, wenn es läuft und jeder für jeden kämpft. Dann schalteten wir aber leider alle wieder einen Gang runter und machten den Gegner dadurch stärker. Das Niveau der Teams in der Liga liegt so eng zusammen, dass man schon die 100% auf den Platz bringen muss, nur dann ist ein Sieg drin.

 

Manchmal ist es einfach so, erst läuft es und dann erlebt man doch die eine oder andere Enttäuschung. Meine erste Enttäuschung erlebte ich z.B. als Kind, als es bei einer Schnitzeljagd kein Schnitzel gab.

 

Dieses Spiel hatte halt verschiedene Schwierigkeitslevel. Zunächst ganz leicht, dann bauten wir den Gegner auf und mussten dann auch wegen der schnellen Nr. 8 der Gegner etwas umbauen. Um hier sicher zu gehen nahm James diesen Mann nun in Manndeckung und machte seine Sache wie immer top. Der gegnerische Spieler war ab da ausgeschaltet und das war wichtig für den späteren Erfolg. Also auch taktisch waren wir diese Woche cleverer.

 

Dann kam aber ein weiterer Level und zwar der Auftritt des Schiedsrichters. Aber dieser schweißte uns auch wieder als Team zusammen und brachte uns wieder in den Kampf. Man soll eigentlich nicht viel über Schiedsrichter sagen:

 

  1. Sind wir froh dass jemand diese Spiele pfeift

  2. Es ist ja auch nicht leicht

 

Aber dieser Schiedsrichter hatte eindeutig mehr als unglücklich agiert und vor allem reagiert. Das eine ist, wenn man Dinge nicht mehr sehen kann (wiederholt glasklare Torchancen vereitelt und wiederholt mit einem Abseitspfiff versehen, wo selbst die Gegner lachten), dass andere ist das Verhalten gegenüber Spieler z.B. erwachsene Menschen mit den Worten „aber sie kommen hier jetzt sofort her“ zu rufen das gestatte ich nicht mal einem Polizeibeamten im Einsatz. Wir sind ja keine Hunde die man mit „Sitz“ und „Platz“ herträllert. Dazu kommt dass der Schiedsrichter bewies nun wirklich nichts mehr zu sehen, so bat er mich als Ergänzungsspieler das Gelände zu verlassen, da wusste er schon nicht mehr wen er eigentlich mit gelb/roter Karte vom Platz stellte. Was war passiert?

 

Sven wartete sichtbar mit seinem Pass bis die Abseitsstellung aufgehoben war und spielte dann einen blitzsauberen Pass. Der Schiedsrichter pfiff, Abseits (nicht zum ersten Mal komplett falsch – wir reden hier also nicht von knappen Entscheidungen). Es gab ich würde sagen Verzweiflungsrufe und der Schiedsrichter provozierte mit den Worten „ganz deutlich“. Die Reaktion des Spielers „ja es stimmt, war ganz deutlich, aber andersherum“ ahndete er sofort mit einer gelben Karte. Der TSV zeigte mehrmals an und rief, dass wir Sven gegen seinen Bruder wechseln wollten (hatten wir eh vor), aber der Schiedsrichter rief Sven immer wieder zu sich und war sichtlich bemüht die gelb/rote Karte unterzubringen. Unfassbar. Zu einem Wechsel kam es somit nicht mehr und wir waren ab da mit 10 Leuten. Die Gewichtung ist da auch interessant, bei Fouls bis hin zu Körperverletzungen passiert nichts und die Spieler werden nicht geschützt vor solchen ligabekannten Typen, aber so eine unnötige One-Man-Show muss wieder sein. Wirklich unerträglich und das sage ich, wo wir hier die Schiedsrichter oft loben und auch wissen wie schwer der Job ist, aber dieser Schiedsrichter gehört auf keinen Platz mehr. Ab dieser Situation und auch schon davor hätte ein gehörlosen Schiedsrichter dem Spiel gut getan, da sieht man super Leistungen:

 

https://www.youtube.com/watch?v=_t2f1RWR9f4

 

Aber ohne Augen geht es halt nicht. Es war natürlich klar, dass der Schiedsrichter ab da alles gab uns zu benachteiligen, gipfelnd mit der Aussage „eine Ecke noch dann pfeif ich ab“, da die aber wohl nicht zum Erfolg führte, lies er dennoch weiterspielen. Mich erinnert das gerade bei den aktuellen Temperaturen an Mückenstiche. Mückenstiche sind das eine… - der Gedanke, dass mich ein Vieh mit nur 10 Hirnzellen nachts verarscht ist etwas ganz anderes. Hier geht es mir auch nicht um den Stich bzw. die Fehlentscheidung – die kann passieren, es geht mir um die arrogante Art, die hat in der heutigen Zeit nichts mehr auf dem Platz zu suchen und führt nur zu einer härteren Gangart auf dem Platz zwischen den Teams. Ohne Schiedsrichter wäre das Spiel für beide Teams besser verlaufen. Aber ich will nicht nur in die Richtung schimpfen, andererseits wäre es vielleicht auch eine gute Strafe für schimpfende Spieler und Fans, wenn Spieler mit einer roten Karte zukünftig als Konsequenz ein anderes Spiel pfeifen müssten:

 

https://www.youtube.com/watch?v=BW7oe-GodZw

 

Fakt war nun, dass wir die 1:0 Führung mit 10 Mann verteidigen mussten, aber es schweißte uns wirklich weiter zusammen. Auch mit 10 Mann waren wir mindestens gleichstark, wenn nicht sogar besser. Boris Steinwachs setzte sich durch und wurde im Strafraum gefoult, hatte sich in der Aktion auch ein wenig verletzt (an dieser Stelle gute Besserung vom Team), Olafinho kam dann doch wieder auf das Feld. Thomas Harter verwandelte in der Zwischenzeit sicher wie immer den anstehenden Elfmeter. 2:0!

Nun hieß es die Führung zu verteidigen. Auf beiden Seiten gab es noch gute Chancen. Dann hörte man schon ein Gewitter nahen, Blitze und Donner. Wir hatten natürlich Angst, dass uns dieser Sieg noch durch ein Unwetter genommen werden könnte. Ich mag Regen als Brasilianer eh nicht, mich stört seine Einstellung, immer so von oben herab.

 

Wir kämpften nun als Team und notfalls flog Guido wie ein Superheld durch das Tor (ihm müssen wir wirklich mal einen Umhang nähen…das wäre schon angemessen) und verhinderte schlimmeres. Top Leistung. Dann bekam unser Gegner einen aus meiner Sicht ungerechtfertigten Elfmeter. Aber Gott sei Dank hat der Schütze noch zielen gelernt als treffen noch nicht so Mode war. Insofern weiterhin 2:0 für uns. Dieses Spiel war ein guter Vorgeschmack auf die kommende Weltmeisterschaft, es bot für unsere Fans alles. So auch noch Spannung zum Schluss, denn ausgerechnet der gefährlichen Nr. 8 der Gegner gelang noch ein Traumtor. Ein Fernschuss zog wie ein Strich in den Winkel, unhaltbar und auch nicht vermeidbar. Schönes Tor. Aber immer noch 2:1 für uns.

 

Wir ließen sonst nichts mehr zu, verteidigten gut und sicher. Ganz zum Schluss gab es noch einen sehr gefährlichen Kopfball, welchen Guido aber auch noch hielt. Der Sieg war geschafft und wir sind aktuell weiterhin Tabellenführer, müssen aber das letzte Spiel am kommende Freitag auch gewinnen, wenn es für eine Meisterschaft reichen soll und das ausgerechnet im Derby gegen Ihlpohl/Platjenwerbe, wo uns zudem einige sehr wichtige Spieler fehlen werden. Insofern wird jeder aus dem Dorf gebraucht, der keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung hat. Bitte beim Coach rückmelden, ob es geht oder nicht :o).

 

Ein Spiel noch Jungs, dann können in den Sommerferien die Wunden geleckt werden.

 

Erwähnen möchte ich heute auch noch mal, dass wir taktisch optimal in der Häufigkeit und in den Positionen gewechselt haben und sich so jeder anwesende Spieler gut einbringen konnte. Also wie der Trainer nach dem Spiel auch meinte „top Teamleistung“!

 

Sportliche Grüße

Euer rasender Reporter

Olafinho