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10.04.2018 von Olaf Knief
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SV Hüttenbusch – TSV Lesumstotel       2:1          (1:0)

 

Die englischen Wochen beginnen für den TSV Lesumstotel, aber durch zahlreiche echt charakterlich gute Neuzugänge hat unser Trainerteam inzwischen die Möglichkeiten durch Rotation zu variieren. Dazu startete heute der Brasilianer des TSV noch ein letztes Mal ein Comebackversuch. Über ein halbes Jahr ohne jeglichen Sport und zuletzt durch zahlreiche gesundheitliche Einschränkungen verhindert, berichtete er von seinem Training für dieses Ereignis: „Ich wollte Sport machen. Paar Situps. Hab mich auf den Boden gelegt. Bin eingeschlafen.“ Es war also mit Spannung zu erwarten was heute so passieren würde, vor allem weil u.a. folgende Leistungsträger fehlten: Sven Knief, Boris Steinwachs, Axel Flender, James Fischer, Michael Wehling, Ralf Oetting, Thorsten Froebe, Frank Wiesner, Jan-Christoph Bärje, Michael Vogel, Mario Wolf, Marco Pertek. Das alleine wäre schon eine Elf gewesen. Es ist aber wirklich schön, dass wir über die Jahre so tolle Neuzugänge bekommen und das nun kompensieren können. Auch schön wie unser Trainerstab das löst, bei so vielen Ausfällen, Verletzten etc. wird überlegt was brauchen wir. Brauchen wir in der Anzahl neue gute Spieler, nein, sie kommen zur Entscheidung sich einfach einen neuen und verdammt guten Torwart zu holen. Guido Ludwig verstärkt nun unser Team, hat bereits im letzten Spiel perfekt gehalten und auch heute einige Glanzparaden gezeigt, an den Gegentoren war heute für ihn absolut nichts zu halten.

Mit folgender Aufstellung ging es heute ins Match:

Torwart:                                             Guido

Abwehr:                                             Alex, Bernd B., Thomas, Ralf G.

Mittelfeld:                                         Thorben, Marco R., Olafinho, Olli

Sturm:                                                 Volker, Sven P.

Ergänzung:                                        Uwe, Martin, Andreas

Ferner unterstützten von außen weitere Spieler wie Frank und sogar Eddy unser big friendly Giant, der mit Motorrad anreiste. Vielleicht können wir hier in den nächsten Wochen wieder mit Einsätzen rechnen. Alle in der Aufstellung oben genannten Spieler kamen natürlich auch zum Einsatz.

Marco Reichel bereitete sich nach Krämpfen im letzten Spiel sogar mit Magnesium vor, Hinweise von Olafinho irritierten ihn, dieser berichtete von seiner damaligen Einnahme und da lockerte sich lediglich der Schließmuskel. Es kam heute zu einem verspäteten Anpfiff, zum einen fehlte der Schiedsrichter und zum anderen – wo wir gerade beim Thema sind – mussten dann noch einige Spieler vorab auf WC. Wir sind halt immer noch ein wenig wie Kinder und auch nervös vor so wichtigen Spielen. Der Anpfiff musste sich also weiter verzögern.

Wir fingen sehr gut an, vor allem unsere „Next Generation“ um Sven Puppe, Thorben Wulf und Marco Reichel gaben Anlass zur Hoffnung. Sehr engagiert, laufstark und spielfreudig. Inzwischen aber  auch immer mit dem Auge für einen eventuell besser positionierten Mitspieler. Hier ein paar Bilder von unserer „Next Generationen“, die unser Trainerstab in jahrelangem Training auf unser Niveau brachte. Hier Bilder von der guten Jugendarbeit und Ausbildung dieser Jungs:

https://www.youtube.com/watch?v=KriBQVhsgZk&spfreload=10

 

 

 

Jeder kämpfte heute aber auch für jeden – das machte einfach Spaß – und jeder gab was er geben konnte. Es herrschte auch weitestgehend eine positive ja auch humorvolle aber dennoch zielorientierte Grundeinstellung. Auch die Abwehr machte ihren Job gut. Thomas Harter trieb das Team immer wieder nach vorne, Bernd B. wiederum hielt als Notnagel perfekt seine Position und rettete einige Male gut. Die Außenverteidiger hörten auf ihre Dirigenten. Es wurde wirklich ansatzweise Fußball gespielt und das trotz der ja nun wirklich schwerwiegenden Ausfälle.

 

Dann aber quasi aus dem Nichts kam es zum 1:0 für die Gäste, der Stürmer der Gegner hat dies allerdings auch ruhig und geschickt gemacht. Danach standen wir aber in der Defensive noch besser und ließen so gut wie keine weiteren Chancen zu. Auch wenn der Gegner vor allem durch lange Bälle auf die schnelle Nr. 7 der Gegner natürlich nicht ganz auszuschalten war. Natürlich ärgerte uns das Gegentor aber kräftig, da eine Serie gerissen ist. In den ersten zwei Punktspielen fingen wir kein Tor. Nun mit dem 1:0 das erste Gegentor und die Führung unserer Gegner. Für die Frauen ist das noch mal so erklärt, um unseren Frust zu verstehen:

„“Tor ist für uns so, als ob ein Paket von Zalando ankommt! Gegentor ist, wenn die Schuhe nicht passen!“

Das Spiel hatten wir aber eigentlich dennoch gut im Griff und hatten auch einige Chancen, die aber leider noch nicht zwingend genug waren. Bei herrlichem Wetter hat das Spielen dennoch wirklich Spaß gemacht und es entstanden viele schöne Kombinationen und vor allem auch zielgenaue Flanken von außen. In die Halbzeit mussten wir aber leider mit dem Rückstand gehen.

Leider hat sich Volker (Zerrung) ziemlich schnell verletzt, an dieser Stelle natürlich gute Besserung vom ganzen Team. Martin, Andreas und Uwe wurden eingewechselt und das Niveau blieb identisch gut. Uwe kümmerte sich sehr gut um die gegnerische Nr. 7 und legte Strecken zurück, die mir mit Fahrrad noch zu weit wären. Aber es kämpften wie gesagt alle und so ergab sich schätzungsweise ein Ballbesitz von 75-80% für unser Team. Die Gegner waren aber durch lange Bälle immer wieder torgefährlich. Zwei komplett unterschiedliche Spielsysteme trafen aufeinander. Ich denke es wäre ein Unentschieden gerecht gewesen. Darauf lief auch alles hinaus. Wir drückten immer besser und schnürten den Gegner ein, der Ball lief wirklich gut. Immer wieder waren unsere Youngster, unsere wilden Kerle durch gute gemeinsame Kombinationen nah am Ziel. Es kam dann die Zeit von Sven Puppe, der nahm sich den Ball, setzte sich perfekt über rechts durch und zögerte bevor er eine präzise und so gewollte Flanke auf den zweiten Pfosten schlug, wo Olli nur einnetzen musste. 1:1. So war nun eine weitere Serie gerissen, denn ein Tor hatten wir in den Spielen zuvor auch noch nicht erzielt. Es folgten danach sogar noch weitere Chancen, allerdings auf beiden Seiten. Nur bei uns schön herausgespielt und beim Gegner aus Hüttenbusch oft einfach aber wirkungsvoll mit langen Pässen auf die guten Stürmer.

Olafinho musste dann kurz vor Schluss den Platz verlassen, das kurze Gefühl mal ohne Schmerzen spielen/gehen zu können wurde durch einen Schuss in seinen Genitalbereich, also voll aufs Zentrum, quasi aufs Gehirn des Mannes unterbrochen. Er sackte zusammen und krabbelte vom Platz. An dieser Stelle mal die interessante Geschichte: Pinguine haben nur einmal im Jahr Sex, kein Wunder, dass die so komisch laufen. Ähnlich war dann auch der Gang von Olafinho, vielleicht spielt das auch mit rein. Beim Eishockey wurde übrigens der erste Genitalschutz 1874 getragen, der erste Helm 1974. Es dauerte also 100 Jahre, bis die Männer realisierten, dass das eigentliche Gehirn im Kopf ebenfalls wichtig sein könnte. Aber das alles nur am Rande. Olafinho selbst war mit seinem Comeback soweit zufrieden, auch wenn er weiß, dass man die Leistung noch steigern muss und kann. Am Spielfeldrand stand allerdings noch das Feedback seines härtesten Kritikers aus, sein Sohn teilte ihm noch die Einschätzung seiner Leistung mit. An dieser Stelle die Frage: „Bis wie viel Jahre darf man Teenager in die Babyklappe stecken? Oder ist das von der Größe abhängig?“ :o).

Zurück zum Spiel. Es kam leider wie es kommen musste, obwohl der TSV drückte:

Der Schiedsrichter verkündete die letzte halbe Minute. Und gefühlt in der letzten Sekunde sprang nach einem langen Ball im Zweikampf Martin im eigenen Strafraum der Ball an die so gut wie angelegte Hand. Eine aus meiner Sicht unvermeidbare Aktion, der Schiedsrichter pfiff sofort. Muss man das pfeifen? Schwierig. Es hatte natürlich leider ein Geschmäckle wie man so sagt. Der Elfmeter wurde aber sehr gut geschossen, gleich danach der Abpfiff und somit eine bittere, knappe und aus meiner Sicht auch unverdiente  2:1 Niederlage für uns.

Olli brachte diese Aktion noch kurz in Wallung, es ist eh seine Gegend dort in Hüttenbusch. Nur gut, dass meine Tochter ihm genau vor dem Spiel gegen Zahlung von Haribos einen Anti-Stressball bastelte. Auf die Frage warum er den nicht nutzt sagte er nur kurz „der ist schon kaputt“. :o). Es war also schnell der Humor wieder zurück.

Die Aktion war auch wirklich bitter, ich muss selbst aber sagen dass ich dennoch mit einem guten Gefühl nach Hause gefahren bin.

  1. Hatten wir im Team eine positive Stimmung

  2. Jeder hat jedem geholfen ohne Vorwürfe zu machen.

  3. Jeder hat alles gegeben was er geben kann

  4. War ich weitestgehend schmerzfrei

  5. ….aber vor allem war wieder so viel Humor dabei und ich bin so begeistert von unseren Neuzugängen, das gibt Hoffnung für die Zukunft !!!

Ich hoffe das ging allen so?!

Also, auch nach dieser Niederlage schauen wir nach vorne, wie heißt es so schön: „ Nutze die Talente, die du hast. Die Wälder wären sehr still, wenn nur die begabtesten Vögel sängen“.

Zuletzt hatten wir ja im Bericht einen Tipp für den Aprilscherz eingebaut, auch heute möchte ich einen Tipp einbauen. Dieses Mal zum Thema „Etikette“. Dem Verein ist es wichtig, dass wir uns auch hier weiterentwickeln und positiv präsentieren:

„Wenn ihr also zukünftig in Jogginghose einkaufen geht, hängt euch bitte eine Trillerpfeife um den Hals. So hält man euch für einen Trainer und nicht für einen Asi“.

Es sind oft nur kleine Veränderungen, die zum Erfolg führen und Freitag geht es im nächsten Spiel weiter, wo unser Trainerstab weiter mit kleinen Schritten an uns pfeilt und bestimmt auf den Erfolgsweg bringen wird.

Ihr seid alle eingeladen euch ein weiteres Spektakel des TSV im Ortsderby gegen Ihlpohl anzusehen.

Leider wohl ohne Marco Reichel, der sich trotz Magnesium am Knie verletzte, mit Verdacht auf Knorpelschaden fällt er am Freitag aus. Man munkelt aber auch, dass Doc Flender nur alles sportunfähig schreibt, um selbst in die Startelf zu kommen. :o). Also allen Verletzten an dieser Stelle gute Besserung.

Mal sehen mit welcher Startelf wir dann am Freitag mit hoffentlich mehr Glück im Ortsderby die gute alte Fußballkunst zelebrieren können.

Viele Grüße,

Euer rasender Reporter

Olafinho

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