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23.03.2018 von Olaf Knief
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TSV Lesumstotel      -     SG Worpswede/Neu St. Jürgen 2                0:0      (0:0)
 
Sooooo lange Zeit war Pause, aber nun ist es soweit. Ihr könnt jetzt Eure Schlüpfer gegen den Bildschirm werfen, die Fußball-Seniorenmannschaft des TSV Lesumstotel ist wieder online.
 
Heute fand das erste Spiel 2018 statt. TSV Lesumstotel gegen die Spielgemeinschaft Worpswede/Neu St. Jürgen. Und die gute Nachricht gleich vorweg, wir waren schon mal trotz großer Verletzungssorgen und vieler Ausfälle dennoch genügend Spieler u.a. auch durch erneute Neuzugänge, so konnten wir heute herzlich Uwe Werner in unseren Reihen begrüßen.
 
Der TSV Lesumstotel ist nun schon so lange dabei, erste Erwähnung im Alten Testament (sie trugen seltsame Gewänder und irrten planlos herum), aber die Saisonvorbereitung war wie jedes Jahr mal wieder ungenügend. Die Sache mit den Gewändern konnten wir inzwischen verbessern, an diese Stelle herzlichen Dank an unseren neuen Sponsor Arne Rodewald  http://www.pension-linnea.de/ueber-uns,  immer eine Reise wert, ich war schon dort!) – die neuen Trikots waren heute fast das einzig sehenswerte, vielleicht wollten wir sie einfach nicht schmutzig machen, denn das planlose Herumirren war leider noch wie früher.
Die Vorbereitung auf die Saison gingen beim glorreichen TSV alle Spieler individuell an. Missglückte Anzeigen wie diese wurden von einigen Spielern geschaltet:
 
Ich suche einen Laufpartner
Geschlecht und Alter sind egal. Kann bei schlechtem Wetter gern sagen: „ Bei Regen macht das ja keinen Spaß, komm wir gehen ein Bier trinken.“
Aber bei gutem Wetter: „Geil, die Sonne scheint! Lass uns grillen!“
 
Andere haben die Jogginghose in die Waschmaschine gesteckt, damit sie mal weiß was Bewegung ist.
 
Einige von uns wiederum trinken keinen Alkohol mehr und nehmen auch keine Drogen. Sie sagen sich, dass in unserem Alter durch zu schnelles Trikot Anziehen schon derselbe Effekt entsteht. 
Dabei ist es eigentlich unsere Zeit. Die neue Trendhaarfarbe in diesem Jahr ist ja grau. Wenn jetzt noch Übergewicht und Falten modern werden, wird 2018 unser Jahr.
 
Ich selbst war joggen, dachte auch man hätte mir nachgepfiffen…. es war aber leider doch nur meine Lunge. Aus diesen und anderen gesundheitlichen Gründen musste ich heute auch noch pausieren und konnte mich voll auf die Berichterstattung konzentrieren. Leider war aber nicht viel zu notieren.
 
Kommen wir aber erst mal zur Mannschaftsaufstellung, welcher unser Trainierteam um Rolf Müller ausklügelte:
 
Tor:                 Michael Wehling (Man of the match…das kann ich jetzt schon mal verraten)
Abwehr:         Alex Skrube, Bernd Bitzer, Thomas Harter, Ralf Geils
Mittelfeld:     Marco Reichel, Boris Steinwachs, Jan-Christoph Bärje, Ralf Oetting
Sturm:            Volker Meyer, Frank Wiesner
Ergänzung:    Uwe Werner, Thorben Wulf, Andreas Rust
 
Unser Sportchef und PETERgoge verließ schon gleich danach das Feld, entweder wusste er was kommt oder er wollte schon zu früh die eventuell erreichten Punkte feiern.
 
Bei kälteren Temperaturen startete das Spiel pünktlich um 19.30 Uhr im Moormannskampstadion und trotz des Nieselregens kamen wieder ein paar Fans des TSV, das ist hoch anzuerkennen. Einige Spieler haben heute erstmalig den ganzen Tag das Fenster gekippt, um sich langsam an den Frühling zu gewöhnen und auch mal wieder vor die Tür zu treten.
 
Die erste Halbzeit ist sehr schnell erzählt, ich konnte auf beiden Seiten keine einzige Chance notieren. Beide Teams neutralisierten sich komplett. Und das hört sich noch gut an, könnte man auch anders formulieren. Die Zeitumstellung ist ja erst am Wochenende, ansonsten hätte ich gesagt sie war während des Spieles da, zumindest hätte man da locker eben eine Stunde vorstellen können ohne was zu versäumen.
In der Halbzeit hat dann Rolf Müller deutliche Worte an das Team gerichtet. Leider ging die zweite Halbzeit aber genauso los, was Rolf draußen etwas verzweifeln ließ, häufiger hörte man die Worte „was habe ich gerade noch in der Pause gesagt…?“
 
Aber laut unserem Trainerstab machen wir zwei Fehler:
 
  • 1. Hören wir nicht zu
  • …und zweitens habe ich leider vergessen, was hat er noch gesagt?
In der Partie wurden inzwischen auch alle Spieler eingewechselt, Uwe und Thorben für Volker und Ralf Ötting sowie Andreas für Jan. Im Verlauf wurde aber mehrmals durchgetauscht. In der zweiten Halbzeit gab es dann zumindest auch mal die eine oder andere Aktion zu notieren. Als erstes gab es einen strammen indirekten Freistoß von Boris auf Thomas abgelegt, der super abschloss. Leider hat der gegnerische Torwart wiederholt und auch hier sehr gut pariert. Ein paar Minuten später flankte Boris auf Frank, der nach seiner sehr langen Pause noch verzog. Die größte Chance hatten wir aber ca. eine Viertelstunde vor Schluss, ein Konter wurde super eingeleitet und Boris lief alleine auf den allerdings sehr guten Keeper zu, der auch diese Chance zu verhindern wusste. Auch unsere Gegner hatten die ein oder andere kleinere Chance, aber auf beiden Seiten waren die Keeper heute die besten Spieler. Auch Michael löste alle Situationen gewohnt ruhig. Sein Comeback war der Lichtblick heute. Ansonsten merkte man einfach, dass alle sehr lange nicht mehr gekickt haben und es doch wieder Zeit braucht bis ein Ball gezielt von A nach B kommt. Daher ist für den 28.3. um 19 Uhr auch ein Training angesetzt.
 
Marco Reichel wirbelte heute als unser kleiner Youngster im zentralen Mittelfeld herum, allerdings hatte er heute mit dem Schiedsrichter nicht so seinen besten Freund. Dieser zeigte da anscheinend schon seine Anfänge seiner Abneigung gegen kleine Leute. Zumindest wurde alles gegen Marco gepfiffen, auch eine ganz klare korrekte Chance wurde mit einem irrwitzigen Abseitspfiff ausgebremst.
 
Aber wir sind ja froh, dass es noch Schiedsrichter gibt, die diese Strapazen auf sich nehmen und pfeifen und man muss auch dazu sagen, dass nun heute auch kein Spieler erwähnenswert bessere Leistungen auf den Platz gebracht hat. Das Spiel hat bei den Leistungen auch keinen Sieger verdient.
 
Was aber zwei Minuten vor Abpfiff für eine Show passierte ist mir immer noch auch in den Reaktionen einiger Erwachsener schleierhaft. Da spielen fast die gesamte Spieldauer ein 13jähriger mit einer 7jährigen auf der Tartanbahn und spielen/kullern zum Teil auch einen Fußball mit einer Höchstgeschwindigkeit von ca. 1,5 Km/h hin und her (übrigens präziser als alle 22 Fußballer auf dem Rasen und mit mehr Übersicht und Weitsicht als der Schiedsrichter – es rollte nicht einmal ein Ball auf das Spielfeld) und der Schiedsrichter fühlte sich berufen einmal Machthaber zu spielen. Gegenüber Kinder fühlen sich ja alle Erwachsene groß. Er untersagte den Kindern dies komplett unnötig und ohne konkreten Anlass zwei Minuten vor Ende des Spiels, hatte so aber noch mal seinen persönlichen Auftritt.
 
Liebe Schiedsrichter, Ihr fordert immer (zurecht) Empathie für Euch.
 
Empathie:
 
Die Fähigkeit zum Einfühlen und Nachempfinden der Erlebnisse und Gefühle anderer, und das Nutzen dieses Verständnisses, um ethisch und mitfühlend zu handeln.
Ob das nun heute empathisch und vor allem kindgerecht oder gar mitfühlend war, das bezweifle ich mal. Genau wie einige Worte von Erwachsenen in Richtung der verdutzten Kinder.
 
Hier empfehle ich allen das Aufspielen eines neuen Programms:
https://www.youtube.com/watch?v=fkF4Sxe1374
 
 
Dringend!
 
Gegenüber Kindern geht so ein Verhalten gar nicht, wenn überhaupt sollte man sich dann schon liebevoll zu den Kindern begeben und es verständlich erklären, dafür braucht man allerdings Argumente. Sonst muss man sich nicht wundern, wenn später irgendwann die dann erwachsenen Kinder die dann wohl in Rente angekommenen Erwachsenen vertreiben, wenn sie „stören“ – wir haben es dann so vorgelebt!
 
Wir wollen den Bericht aber so nicht ausklingen lassen. Es ist nun ja auch erst mal Osterpause und ich wünsche allen ein schönes Fest. Denkt dran, es ist auch der 1. April vor dem nächsten Spiel, lasst Euch nicht reinlegen. Hier aber vielleicht ein Tipp für den Scherztag im Jahr, um die Spielerfrauen auf Temperatur zu bekommen:
 
Neue Klobürste kaufen, auspacken, in die fertige Spülmaschine stellen, die Frau diese öffnen lassen, und sagen:
 
„geil, wie neu“
 
Der Arschtritt ist es bestimmt wert. Ich kann das als Single sagen.
 
Das Ergebnis könnt Ihr gerne beim nächsten Heimspiel am 6. April 2018 erzählen, ich bin gespannt. Frohe Ostern!
 
Mit sportlichen Grüßen
 
Euer rasender Reporter
 
Olafinho
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