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07.11.2017 von Olaf Knief

TSV Leumstotel – SV Lilienthal/Falkenberg         0:6   (0:4)

 

Heute ging es gegen den starken Tabellenführer SV Lilienthal/Falkenberg, eine hochmotivierte Truppe und bei uns ist inzwischen leider mal wieder die Verletztenliste länger als die der anwesenden Spieler. Sensationell aber dass wir trotzdem noch eine Mannschaft stellen konnten, von der aber auch einige Spieler angeschlagen ins Spiel gingen, dafür geht die Comeback-Geschichte von der letzten Woche weiter. Zuletzt feierte Marco Reichel sein Comeback und heute folgte dem Marco Pertek – dieser las auf Facebook von der Besetzungsnot des TSV und kam sofort zur Hilfe. Vielen Dank. Vielen Dank auch an Bernd Bitzer und Olli Berlips, beide spielten trotz einer Zerrung mit….und dies sogar noch sehr gut. So stellte sich die Mannschaft des TSV mit 11 Spielern quasi von selbst auf.

 

Torwart:                              Thomas Schrage

 

Abwehr:                             Bernd Bitzer, Olafinho, Volker, Ralf Geils

 

Mittelfeld:                         Ralf Oetting, Boris, James, Martin, Olli

 

Sturm:                                 Marco Pertek

 

Das Hinspiel verloren wir sogar noch mit 9:1 Toren. Daher reiste heute wohl sogar noch Sportdirektor Peter Reckemeyer mit an und unterstützte Coach Rolf Müller. Sogar mit einem neuen Trikotsatz reisten wir an (vielen Dank an Olli für die Spende), natürlich kurzärmelig, kalt ist es uns Wikingern erst wenn die Hamme zugefroren ist.

 

Das Heimrecht tauschten wir mal wieder, so dass das Spiel in Lilienthal stattfand, auch die letzten zwei Spiele werden wir durch den Verzicht auf unser Heimrecht auswärts absolvieren. Auf unserem Heimplatz im Moormannskampstadion kommt es immer zu schnell zu Spielabsagen und kreiden müssen wir so auch nicht :o). So gingen wir das Spiel zumindest noch nicht erschöpft an. Dies sollte sich aber im Spielverlauf gegen die noch voll im Saft stehenden Gegner schnell ändern.

 

Es ging gleich mit richtig Schwung los. Mein Gehirn war nach kurzer Zeit wie ein Internet-Browser: 16 Tabs offen, mindestens 3 hingen und ich wusste nicht wo diese nervige Musik herkommt. So wurden wir überrollt. Dabei hatten wir schon einen verstärkten Abwehrriegel, aber vielleicht waren wir zu defensiv, vielleicht lag es aber auch daran, dass wir durch unsere lange Verletztenliste immer wieder in anderen Formationen zusammenspielen müssen und wie gesagt darf man nicht vergessen, dass wir mit zahlreichen angeschlagenen Spielern aufliefen. Berücksichtigt man das, dann war es nicht mal so schlecht. Dennoch stand es 0:3 bevor wir uns überhaupt etwas gefunden und sortiert hatten.

 

Boris versuchte uns als Capitano mit sehr viel Mühe etwas besser auf den Platz zu koordinieren.

 

Was soll ich sagen, mein Elan-Empfang war heute leider auch schlecht und mein Tatenvolumen war auch wieder schnell aufgebraucht. Nach dem Bandscheibenvorfall ist Olafinho halt leider noch nicht wieder der Alte, was ihn selbst aber am meisten frustriert. Was soll ich sagen, ich mache jetzt Diät und werde einfach nicht mehr reagieren, wenn mir jemand was zu Essen anbietet. „Kekse?“ – „Du Affloff“. Aber es gibt auch aufbauende Worte aus dem Team heraus z.B.  „Du bist nicht zu dick. Du fliegst nur im Kettenkarussell etwas weiter außen“.

 

Aber egal – was auf dem Platz passiert, bleibt ja auf dem Platz! Ist ja auch logisch, als ob uns da draußen irgendeiner glauben würde, was hier passiert :o)

 

Es passierte aber auch nicht mehr viel in der ersten Halbzeit, da wir als Team dennoch geschlossen viele Aktionen verhinderten. Inzwischen stabilisierte Ralf Oetting aber auch die Abwehr und Volker Meyer zeigte heute eine sehr starke Leistung in der Abwehr und war heute kurz davor den Friedensnobelpreis zu bekommen.

 

Es gab noch das 4:0 vor der Halbzeitpause. Kurios war die Ruhe in unserem Team, während sich die Gegner trotz der hohen Führung mehrmals gegenseitig anbrüllten.  Aber um zu verstehen warum manche überall ihren Senf dazugeben, musst du halt lernen wie eine Bratwurst zu denken.

 

Mit dem Spielstand gingen wir also dann in die Halbzeit. Unser Doc kam dann sogar noch nach der Arbeit extra zur 2. Halbzeit nachgereist, ebenfalls besten Dank. Eigentlich brauchten wir ihn mehr zur Behandlung unserer Spieler, aber die paar Minuten schafften unsere Wikinger des TSV auch noch und hatten mir der Einwechslung von Axel ein Übergewicht auf dem Platz. Er kam für Olafinho und wurde auf der neuen Position halblinks eingesetzt. Schön war dort das Zusammenspiel mit dem verletzten Olli Berlips anzusehen, schön wie Axel mit langen Pässen auf ihn dafür sorgt, dass es ihm die kommende Woche nicht an Patienten mangelt. Mit Zerrung und sichtbaren Schmerzen versuchte Olli aber diese Pässe zu bekommen. Wir zeigten in der zweiten Halbzeit wirklich einen schöneren Fußball als noch in der ersten Halbzeit. Auch unsere Engländer James und Martin verdienten sich Fleißnoten und mit Marco Pertek hatten wir vorne einen Spieler auf dem Niveau der Gegner, leider fiel er mehrmals den Fouls der gegnerischen Abwehr zum Opfer (die Nr. 6 der Gegner fiel hier leider selbst bei so einer hohen Führung negativ auf und hätte auch schon nach einer Tätlichkeit an James vom Platz gestellt werden müssen). Insgesamt war es aber fair und der Tabellenführer hatte natürlich weiter das Spiel im Griff – dennoch beachtlich wie wir uns schlugen. Auch unser Keeper Thomas Schrage zeigte eine ganz starke Partie.

 

Zwei Tore fielen leider noch in der Partie, so dass es zum Endstand von 6:0 kam. Erwähnenswert ist aber, dass es nach der Einwechslung von Axel nur noch ein Tor gab und das war ein Elfmeter. Insofern war Axel heute quasi nur durch Standards zu überwältigen.

 

Nichts vermiest einem aber den Freitag so sehr als dann festzustellen, dass es erst Dienstag ist. Das machte dieses Nachholspiel erst richtig schlimm.

 

Aber regen wir uns nicht auf. Wir haben alles gegeben, daher hier noch ein Gedicht ans Team:

 

„Müde bin ich geht zur Ruh,

decke meinen Bierbauch zu.

Herrgott lass den Kater mein,

morgen nicht so schrecklich sein.

Gib mir morgen wieder Durst,

alles andere ist mir Wurst!“

 

Tja da staunt Ihr was, bin wie ein Dichter und Denker, nur ab und an zu dicht zum Denken. Von mir war es das für 2017, da ich eine Teilnahme an den letzten zwei Seniorenspielen aus zeitlichen Gründen nicht realisieren kann. Hier geht es aber dennoch noch mal um die Wurst und sogar den Kampf um die rote Laterne. Gewinnen wir hier, dann können wir den letzten Tabellenplatz noch abgeben und hätten noch einen letzten Verein über den wir spotten könnten.  Also Fans, eilt herbei und unterstützt unser Dreamteam.

 

Ansonsten müssten wir für das Jahr 2017 damit leben, dass es einfacher ist den Satz des Pythagoras und die Eulersche Identität (….jetzt googeln bestimmt viele) anzuwenden als in 2017 etwas über den Erfolg der TSV Senioren für dieses verkorkste Fußballjahr berichten zu können.

 

Also auf Jungs….

 

Aber wie heißt es so schön: „Scheitern ist nicht das Gegenteil von Erfolg. Es ist ein Teilt davon!“. Also keine Panik.

 

Viele Grüße,

Euer rasender Reporter Olaf Knief

 

Anmerkung:

Hier noch mal ein alter Leserbrief von Dr. Bernd Bitzer über Foulspiel im Fußball – echt gut:

Den widme ich der gegnerischen Nummer 6….in einem aber sonst fairen Fußballspiel. Ich hoffe man kann die Anlage hier entsprechend öffnen und somit lesen.

 

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